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Mein Programm

Soziales, Bildung und Integration – Zukunft ermöglichen

Schwerte ist ein Ort des bürgerschaftlichen Engagements: Nachbarschaften, Schichte, Schützen, Bürgerstiftungen sowie viele Vereine und Gruppen kümmern sich um den sozialen und kulturellen Zusammenhalt und sind ein großer Schatz zur Entwicklung der Ortsteile und der gesamten Stadt. Trotz aller Sparanstrengungen, die die Stadt Schwerte beibehalten muss, werde ich kontinuierlich dieses reiche Vereinsleben unterstützen und fördern.

  • Förderung des Ehrenamts, Unterstützung der Vereine und Verbände

 

Wohnen

Die Zukunft fängt für viele Menschen mit der Suche nach einer Wohnung an, einem guten Platz zu leben. Dabei muss der Wohnraum erschwinglich bleiben, insbesondere für junge Familien. Für die Stadt Schwerte erstellte InWIS – Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (Universität Bochum) das Kommunale Handlungskonzept Wohnen.

Dieses weist aktuell einen jährlichen Bedarf in Schwerte von 74 öffentlichen geförderten Wohnungen bis zum Jahr 2020 aus. Bereits jetzt liegen konkrete Bauvorhaben vor, die rund 80 geförderte Wohneinheiten beinhalten. Daneben benötigen wir laut Handlungskonzept normalen Mietwohnungsbau in der Größenordnung von 105 Wohnungen pro Jahr. Jährlich besteht außerdem ein Bedarf von 74 Eigenheimbauten bis 2020. In diesem Jahr und in den beiden Folgejahren werden rund 120 Einfamilienhäuser und ca. 280 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entstehen. Weitere Planungen von privaten Bauträgern und Wohnungsbaugenossenschaften sind der Stadtverwaltung bereits bekannt, sodass das derzeitige und zukünftige Angebot die Nachfrage decken wird. Dieses Bauvolumen führt insgesamt zur Entspannung auf dem Schwerter Wohnungsmarkt. Die Stadtplanung und die Bauordnungsbehörde haben ihrerseits mit zügigen Genehmigungsverfahren hierzu die Grundlagen gelegt.

Eine besondere Wohnform, insbesondere für ältere Menschen, ist das Service-Wohnen. In Wohnanlagen soll möglichst eigenständig in der eigenen barrierefreien Wohnung zur Miete oder im Eigentum gelebt werden. Neben Grundleistungen gibt es auch die Möglichkeit Pflegleistungen zu buchen. Service-Wohnen ist stark nachgefragt. Für Schwerte gibt es derzeit einen Bedarf von rund 330 Plätzen. Aktuell entsteht ein entsprechendes Projekt in Ergste; weitere müssen folgen.

  • Schaffung öffentlich geförderten Wohnraums durch die Bauleitplanung
  • Schaffung familienfreundlicher Wohnquartiere
  • Schaffung von Wohnraum nach differenziertem Bedarf in den Ortsteilen (Mietwohnungsbau, Ein- und Zweifamilienhäuser)
  • Ausbau von Service-Wohnanlagen

 

Kindergärten und Schulen

Die Kinder und Jugendlichen in den Familien sind die Zukunft unserer Stadt. Ich möchte die Familien durch den weiteren Ausbau der U3-Betreuungsangebote, der Kindertageseinrichtungen und neuer Plätze in den offenen Ganztagsschulen (OGS) in den Grundschulen unterstützen. Der Neubau von OGS-Gebäuden an Heideschule, Lenningskampschule und der neuen Ergster Grundschule „steht in den Startlöchern“ und wird 2018 umgesetzt. Auch unsere Schulgebäude müssen weiter modernisiert werden, um zukunftsfähig zu bleiben. Weil wieder mehr Kinder geboren werden, muss die entsprechende Infrastruktur vorgehalten werden. Mit den jüngst gefassten Beschlüssen zum Haushalt der Stadt Schwerte wird auf meinen Vorschlag hin in allen Schwerter Grundschulen baulich investiert. Entsprechende Fördermittel stehen bereit. Besonders dringend ist auch die Sanierung der Aula am RTG: Hier müssen kurzfristig zur Verfügung stehende Fördermittel für eine umfangreiche Sanierung eingesetzt werden.

  • Weitere Sanierung und Modernisierung der Schulgebäude durch das Förderprogramm „Gute Schule 2020“
  • Ausbau der U3-Betreuung zur Erfüllung des Rechtsanspruchs der Schwerter Familien
  • Ausbau der OGS-Plätze an den Grundschulen
  • Sanierung der RTG-Aula

 

Digitalisierung an Schulen

Die zentrale Bedeutung der digitalen Entwicklung muss sich auch im Bildungsbereich widerspiegeln. Der Ausbau des Glasfasernetzes muss daher bei allen Schulgebäuden forciert werden, denn schnelles Internet ist die Voraussetzung, um im Bildungsbereich zukunftsfähig sein zu können. Daher möchte ich ein „Medienkonzept“ auf den Weg bringen, dass alle Schulen im Primar- und Sekundarbereich in Schwerte berücksichtigt. Hierzu sind die Förderprogramme des Landes NRW und des Bundes heranzuziehen und für kommunale Investitionen zu nutzen.

  • Ausbau des Glasfasernetzes an Schulen
  • Schnelles Internet als Voraussetzung, um im Bildungsbereich zukunftsfähig sein zu können
  • Keine singulären Maßnahmen einzelner Schulen
  • Medienkonzept“ für alle Schulen im Primar- und Sekundarbereich entwickeln
  • Förderprogramme des Landes NRW und des Bundes nutzen

 

Pflegende Angehörige entlasten – Tagespflege ausbauen

Grundsätzlich gilt bei der Hilfe zur Pflege in Schwerte, wie im Kreis Unna, das Prinzip „ambulant vor stationär“. Viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger wollen auch im Alter in ihrer gewohnten Umgebung, also in ihrem Zuhause, wohnen bleiben und werden dann häufig von Angehörigen gepflegt. Nach dem neuen Pflegebedarfsplan des Kreises Unna hat die Stadt Schwerte jedoch einen zusätzlichen Bedarf an 33 stationären Pflegeheimplätzen. Einen noch größeren Bedarf gibt es bei der Tagespflege. Hier fehlen aktuell 57 Plätze. Die Tagespflege entlastet die pflegenden Angehörigen und macht es möglich, dass Angehörige Familienarbeit und Beruf „unter einen Hut bekommen“. Sowohl Pflegeheimplätze als auch die Tagespflege sollten verteilt über das Stadtgebiet angeboten werden. Hier ergibt sich in Schwerte eine deutliche Ballung im Bereich Innenstadt, während der Schwerter Süden, trotz hohem Anteil alter Menschen, keinerlei Einrichtung hat. Ich setze mich dafür ein, im Gespräch mit den vorhandenen Schwerter Trägern, stärker quartiers- und ortsteilbezogene Angebote zu schaffen. Eine Dependance einer bestehenden Pflegeeinrichtung mit darin enthaltenen Tagespflegplätzen soll zunächst in Villigst oder Ergste enstehen. Weitere Tagespflegeplätze sollen in anderen Ortsteilen folgen.

  • Ausbau von Tagespflegeplätzen in Absprache mit den Schwerter Trägern
  • Schaffung eines kleinen Pflegeheims im südlichen Stadtgebiet (Villigst / Ergste) mit zusätzlichen Tagespflegeplätzen

 

Geflüchtete

Die Integration der in den vergangenen Jahren nach Schwerte geflüchteten Menschen aus den Krisenregionen der Welt ist für mich eine zentrale Aufgabe für den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadtgesellschaft. Dank gebührt den vielen ehrenamtlichen Helfern, die mit großem persönlichem Einsatz geflüchteten Menschen helfen. Das Beispiel Schwerte zeigt aber auch, dass eine hochengagierte Stadtverwaltung zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern und dem Arbeitskreis Asyl, den Sportvereinen, den Kirchen und dem Kultur- und Weiterbildungsbetrieb die große Herausforderung der Integration stemmen kann. Nun gilt es die erforderlichen Maßnahmen unbedingt fortzusetzen, denn Integration braucht Zeit! Sprache ist dabei der Schlüssel. Deswegen müssen Vorbilder, wie das “Rucksack-Projekt”, das zunächst für türkischstämmige Migrantenkinder eingerichtet wurde, weiter ausgebaut werden. Hier werden die Eltern mit einbezogen und treten in den Dialog mit der Schule. Ihre Erziehungs- und Sozialkompetenz sowie die Sprachkompetenz werden gestärkt.

Geflüchtete brauchen Wohnraum. Die gemeinsame Anstrengung des Arbeitskreises Asyl und der Stadtverwaltung, Geflüchtete im normalen Wohnungsmarkt unterzubringen, ist in Schwerte bisher erfolgreich verlaufen. Der derzeit stattfindende Wohnungsbau wird den Wohnungsmarkt entlasten und gibt Spielräume, Geflüchtete in normalen Wohnungen und nicht in Sammelunterkünften unterzubringen. Dieses Prinzip möchte ich beibehalten!

Einige Unternehmer bilden junge Geflüchtete aus. Dies ist ein vorbildlicher Weg der Integration und sollte weiterbeworben werden. Die von den Schwerter Unternehmern (US-2) veranstaltete Ausbildungsbörse und die spezielle Praktikumsbörse für Geflüchtete sind dazu eine hervorragende Plattform. Ein Bündel vieler weiterer Maßnahmen (interkultureller Stadtrundgang, Fastenbrechen, Filmprojekte der Ruhrakademie etc.) ist fester Bestandteil der Schwerter Integrationsarbeit. Diese guten Beispiele müssen weiter von der Stadtverwaltung unterstützt und gefördert werden.

  • Integration der Geflüchteten in das Stadtleben
  • Sprachkompetenz fördern
  • Rucksackprojekt und ähnliche Projekte ausbauen
  • Geflüchtete in den Wohnungsmarkt vermitteln
  • Geflüchtete in die Betriebe vermitteln

 

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